Zu viel Stress, Kummer, Sorgen, unmäßiger Lebensstil, falsche Ernährung und vieles mehr blockieren den regelmäßigen Fluss des Qi in seinen Bahnen, den so genannten Meridianen, die als gedachte Linien über den Körper verteilt sind. Entlang dieser Linien sowie gehäuft auch an den Ohren, liegen die Akupressur Punkte, die dem Wirkungskreis verschiedener Organe zugeordnet werden. Die punktuelle Massage soll Stauungen auf sanfte Weise auflösen und das Gleichgewicht zwischen den so genannten Yin und Yang Kräften wiederherstellen. Sie soll der Körperenergie wieder zu einem harmonischen Fluss ohne Blockaden, Stauungen oder Energieverluste verhelfen.
Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden auf diese Weise angeregt, sodass im Idealfall Krankheiten erst gar nicht entstehen.
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Zur Geschichte der Akupressur
Obwohl die Akupressur oft als Ableger der Akupunktur gilt, war sie vermutlich zuerst da. Wir alle kennen das Bedürfnis, eine schmerzende Stelle unseres Körpers zu berühren. Wir behandeln uns instinktiv selbst. Auf ähnliche Weise wird man im frühen China auch herausgefunden haben, dass das Massieren eines bestimmten Körperpunktes auch Auswirkungen auf die Organe und andere Körperstellen hat. So wurde die jetzt gebräuchliche Reizung der Akupressur Punkte entdeckt. Zum Massieren und Beklopfen dienten die Finger oder spitze Steine. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Akupressur sind in einem medizinischen Buch der Tsin-Dynastie (265-420 v. Chr.) dokumentiert. Im 18. Jahrhundert wurde die Akupressur durch den niederländischen Arzt Ten Rhyne nach Europa gebracht. Im Deutschen wurde sie erst im 19. Jahrhundert bezeugt. Die Akupressur ist ursprünglich keine chinesische Heilmethode, sie wurde Mitte des letzten Jahrhunderts in Frankreich entwickelt. Im heutigen China wird Akupressur vorwiegend zur Selbstbehandlung empfohlen, z.B. bei Verspannungen oder zum Vorbeugen von Krankheiten.
Sie ist eine gute Selbsthilfetechnik und erfreut sich auch als Partnermassage einer immer größeren Beliebtheit. Bei uns wird sie mittlerweile von vielen Masseuren und Heilpraktikern angeboten.
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Techniken der Akupressur
Bei der Selbstbehandlung ist eine gute Kenntnis der Akupressur Punkte ebenso wichtig wie eine sorgfältige Diagnose. Die Grifftechniken umfassen Reiben, Kneten, Drücken, Klopfen. Man arbeitet am besten mit den Fingerkuppen des Daumens oder des Zeigefingers, bei festerem Druck kann auch der Fingernagel eingesetzt werden. Der Aufdruck am Akupressur Punkt sollte gleichmäßig erfolgen. Manche Akupresseure empfehlen eine kreisende Bewegung, andere eine auf einer Linie oder ein Ausstreichen des Punktes. Insgesamt sollte man einen Punkt 5 Sekunden bis 2 Minuten lang drücken bzw. massieren. Kräftiger Druck wirkt beruhigend, sanfte Stimulation wirkt anregend.
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Die Diagnose
Die Akupressur ist ein weitgehend unschädliches Verfahren, um Heilung oder Linderung bei Krankheiten und Beschwerden zu finden. Bei zwar unangenehmen, aber im Grunde harmlosen Beschwerden kann man mit ihr sicherlich nichts falsch machen. Bei ernsthaften Erkrankungen jedoch sollte man vor Beginn einer Selbstbehandlung unbedingt einen Arzt aufsuchen, der eine gründliche Diagnose erstellen kann. Nur so kann man feststellen, ob die Akupressur der Heilung einer Erkrankung dienlich ist.
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Bewährt hat sich die Akupressur bei
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