Wortmagie

Wortmagie

Manifestieren

mit der Macht der Worte

Wortmagie bezeichnet, dass Worte eine besondere, magische Kraft besitzen, um Realität zu beeinflussen oder Dinge zu verändern. Dies findet sich in vielen Kulturen und Glaubenssystemen, in denen Worte als eine Art Zauber oder Energie angesehen werden, die durch ihre Aussprache oder Schrift Kräfte freisetzen. In der Literatur oder in spirituellen Praktiken kann Wortmagie in Form von Zaubersprüchen, Mantren oder Gebeten auftreten, die eine direkte Wirkung auf das Universum haben. Es geht also darum, dass die richtige Wahl und Anwendung von Wörtern eine transformative oder heilende Wirkung entfaltet.

Wortmagie

Die Sprache der Energie

Die feinstoffliche Energie, um die es im Zusammenhang mit Manifestation und magischen Symbolen geht, umgibt uns in jedem Moment. Wir sind mit ihr verbunden, auch wenn wir das oft nicht wahrnehmen können. Das liegt daran, dass gerade in der westlichen Kultur der Verstand, die Logik und das Denken im Vordergrund steht. Diese feine Energie, zu der vor allem die Quantenphysik eine Menge zu sagen hat, kommuniziert eher durch Empfindungen, innere Bilder, Eingebungen, Träume und Intuition. Nichts gegen die Logik, aber um die Sprache dieser Energie wahrnehmen zu können, ist eher unsere rechte Gehirnhälfte gefragt, mit den Fähigkeiten der Intuition, Kreativität, Impulsivität und der Wahrnehmung von Metaphern, innerer Bilder und Symbolik!


Energie

Dieses Wort kann auch gleich gesetzt werden mit „Frequenz", „Schwingung" und „Information". Sie umgibt uns tagtäglich und kommuniziert mit uns und wir mit ihr. Ist das nicht wunderbar? Auch magische Symbole sind ein sehr direkter (heilige Geometrie) oder indirekter (Symbole, die von Menschen „erfunden" wurden) Ausdruck der universellen Energie. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich freu mich jedes Mal, wenn ich in den Kartoffelsack greife und überraschend eine herzförmige Kartoffel herausziehe. Wie kann das sein, dass das Symbol „Herz" eine Kartoffel erreicht? Wie kann es sein, dass gleichzeitig viele Menschen in diesem Symbol die „Liebe" sehen?

 

Das Herzsymbol gehört in der Tat zur heiligen Geometrie


Diese mystische und gleichzeitig moderne Wissenschaft, beschreibt geometrische Körper, die eine verborgene Grundlage für Lebensformen sind. Diese geometrischen Formen entstehen aus Schwingungs- und Teilchenverbindungen. Natürlich spreche ich hier von einer sehr feinen, energetischen Ebene. Es sind sehr spezielle Messgeräte notwendig, um sie beobachten zu können.


Speziell die Quantenphysik beschreibt hier erstaunliches. Gleichzeitig sind Erkenntnisse der heiligen Geometrie aber auch uralt. Unsere Ahnen hatten keine Messgeräte, sondern entdeckten sie durch Naturbeobachtungen, Visionen und Intuition.

Das Wissen um magische Symbole (nicht nur aus der heiligen Geometrie) wurde weitergegeben: mündlich oder in mystischen Schriften. Auf Island gibt es zum Beispiel Runenschriften, die mit magischen Bedeutungen verbunden sind, die sich seit über 1.000 Jahren nicht verändert haben, und heute immer noch genutzt werden.


Menschen verwenden magische Symbole seit Urzeiten, was auch mit ein Grund ist, warum sie Energieverstärker sind. Der Glaube an ihre Wirkkraft, und ihre jahrtausendelange Benutzung, hat ihnen zu starken Schwingungskräften verholfen. Das ist auch ein Mysterium, und lässt sich mit Worten irgendwann nicht mehr beschreiben. Es ist aus meiner Sicht jedoch ein Fakt, dass sie wirken, ich habe es sehr eindrücklich schon viele Male erfahren.


Und sie wirken nicht nur, sondern sind auch Ausdruck der universellen Kommunikation, Das Universum, unser Unterbewusstes und das höhere Selbst spricht mit uns durch Symbolik. Diese Sprache wahrzunehmen und sie zu „verstehen", ist etwas anderes, als Vokabeln zu lernen. Subtile Wahrnehmungen, Impulse und Resonanzphänomene (zum Beispiel, sich von einem Symbol angezogen zu fühlen) sind hier die Wege der Kommunikation.

Gleichzeitig kannst du diese symbolischen Ausdrucksformen des Universums auch nutzen, um die Energie zu beeinflussen, sodass sich etwas manifestiert, was du dir von Herzen wünschst: zum Beispiel bestimmte Erfahrungen, Dinge oder deinen Lebensgefährten/in zu treffen.


Hierzu eine kleine Geschichte: Ich besuchte eine Freundin zu einem netten Kaffeetrinken in ihrer Wohnung. Damals hatte ich von Manifestation und Symbolen noch keinen blassen Schimmer. 

Als ich ihr Wohnzimmer betrat, hing dort ein riesiges Bild mit einem wunderschönen Muster. Ich blieb stehen, schaute es an und musste tief durchatmen, weil es mich im Bruchteil einer Sekunde innerlich aus den Socken pustete. Sofort fragte ich meine Freundin, was das für ein Bild sei. Sie erklärte mir, es sei „die Blume des Lebens" Ich hatte sozusagen die starke Schwingung eines Symbols der heiligen Geometrie empfunden, ohne irgendetwas darüber zu wissen und hätte meine rechte Gehirnhälfte knutschen können. Wir hatten danach ein tiefschürfendes Gespräch, in dem es nur um eines ging: Das Prinzip, dass wirklich alles mit allem verbunden ist. 


Heute weiß ich mehr, und finde „Wissen" auch gar nicht so schlecht. Dieses Beschäftigen mit der feinstofflichen Energie, zum Teil auch mit neueren Wissenschaftszweigen, die sich mit derselben beschäftigen, hat einen klärenden Einfluss auf mein Glaubenssystem.


Wenn du dich auf das folgende Wissen einlässt, wird nicht nur das Manifestieren leichter, sondern es ändert sich insgesamt die Sichtweise auf „Realität". Die Ereignisse um dich herum aus der Perspektive der Verbundenheit zu betrachten, macht das Leben wirklich leichter. Ja, manchmal ist es sogar möglich, sich tragen zu lassen vom Fluss der Energie. Hier meine ich den friedvollen Zustand des „Im-Fluss-Seins" oder „Flow-Erfahrung". Das muss nicht zwangsläufig etwas mit „Glauben" zu tun haben.

 

Gerade die Quantenphysik hat sehr eindrückliche Beweise für diese Verbundenheit. In dem folgenden Text wirst du detailfreudig erfahren, was es auf sich hat mit der Verbundenheit, der Macht der inneren Haltung und der symbolischen Sprache der universellen Energie.



Wortmagie 


Vokalatem

Vokalatem ist eine Technik, bei der der Atemfluss durch gezielte Kontrolle der Vokale gelenkt wird, um eine harmonische und kraftvolle Stimm- und Atemkontrolle zu entwickeln. Diese Methode wird häufig in der Gesangsausbildung und in verschiedenen spirituellen Praktiken eingesetzt, um die Atmung zu vertiefen und die Energie im Körper zu aktivieren. Vokalatem fördert die Verbindung von Stimme und Atem und hilft, die eigene Präsenz zu stärken und die Stimme klarer und voller klingen zu lassen.

Wie formuliere ich meinen Wunsch?


Wörter sind magisch und kraftvoll. Ähnlich wie Symbole schwingen sie in ihrer Bedeutung und besitzen Manifestationspotential. Deswegen macht es Sinn, sich bei der Wunschformulierung mit ihnen zu beschäftigen. Aus meiner Sicht beinhalten Wörter eine persönliche und eine archetypische Schwingung. Manche Menschen rollen mit den Augen, wenn sie das Wort „Liebe" hören. Sie finden es kitschig oder abgedroschen. Mir geht das Herz auf, wenn ich dieses Wort höre. Das ist sehr persönlich, höre bei der Wortauswahl wirklich auf dein Gefühl. Gleichzeitig hat das Wort „Liebe" eine archetypische Schwingung, einfach, weil es schon seit sehr langer Zeit, die Bezeichnung für etwas ist, wonach sich alle Menschen sehnen. Und wenn sie es empfinden, sind sie vollkommen aus dem Häuschen. 


Benutze also eher Wörter, die nicht nur ausdrücken, was du manifestieren willst, sondern die auch harmonisch mit dir schwingen. Was die Wunschformulierung angeht, habe ich beste Erfahrungen damit gemacht, den Wunsch in der Gegenwartsform auszusprechen oder aufzuschreiben. An der Stelle fließt das, „was ist" und „was sein sollte", zusammen, und zwar im Jetzt dem Gegenwarts-Bewusstsein.


Darüber hinaus ist es sinnvoll, den Wunsch so zu formulieren, dass er positiv ist. Ich habe das Gefühl, die Seele kennt kein „nicht". Wenn ich zum Beispiel sage: Ich manifestiere, dass ich nicht gekündigt werde, läuft gefühlt alles auf Kündigung hinaus.


Im Englischen wird das sehr deutlich: Das Wort „not" (nicht).

Manifestieren mit magischen Symbolen wird genauso ausgesprochen, wie das Wort „knot" (Knoten). Wenn ich also in der Wunschformulierung „nicht" benutze, mache ich mir im englischen Sinne ein Knoten ins Hemd - oder die Manifestation dafür.


Positive Formulierungen sind eindeutig und fließen auch wirklich zum Erwünschten hin. Dann gibt es aus meiner Sicht noch Wort-Codes, die besonders kraftvoll sind.

 

Das erste Wort

Da wäre zuerst einmal das Wort „ich". Gerne setze ich dieses Wort an den Anfang: Ich wünsche es mir, ich bin die Quelle, die die Manifestation initiiert, also wieso sollte ich das nicht klar benennen? 


Es besteht energetisch ein Unterschied, ob ich sage:

„Wenn ich heute auf die Party gehe, werde ich meinen Seelenpartner / in Treffen".

 

Oder:


„Ich erkenne heute meine/n Seelenpartner / in auf der Party."

 

Das zweite Wort

Als Zweites folgt das Verb, die Tätigkeit oder Empfindung, das aktive Wort. Mit den folgenden Wörtern habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn du sie aussprichst, versuche wahrzunehmen, ob sich etwas in dir bewegt. Sprache und Symbole sind, wie gesagt, etwas Persönliches.

 

Sein

Ich bin reich, voller Liebe, gesund etc.

Ich bin vollkommen zufrieden mit dem, was ist.

Ich liebe es, in einer wundervollen Beziehung mit einer / m Frau, Mann (oder wem auch immer) zu sein.

Ich liebe es, die Vitalität und Gesundheit in meinem Körper / Geist / Seele bewusst zu fühlen.

 

Empfangen

Ich empfange heute dankbar eine Überraschung, über die ich mich sehr freue.

Ich empfange den Zünd-Schlüssel meines neuen Autos innerhalb von drei Wochen.

 

Manchmal benutze ich gerne Zeitangaben. Manche Menschen sagen, Zeit und Raum ist nur eine Illusion. Mag sein, ich lebe aber nun mal hier in der linearen Zeit, oder besser dem Glaubenssystem davon. Ich lasse den Schwingungen gerne ein bisschen Zeit. Vertraue deinem Gefühl. Ich muss schon auch daran glauben können, wenn ich eine Manifestation formuliere. Dass mein neues Auto jetzt sofort vor meiner Tür steht, fühlt sich bei mir schräg an, was so viel heißt wie: Ich kann da nicht dran glauben.

 


Empfinden & Wahrnehmen

Ich empfinde Liebe im Herzen und kann anderen Menschen vertrauensvoll begegnen. Ich empfinde Vertrauen in meine Verbundenheit und weiß, dass für mich gesorgt bist Ich nehme meine Projektionen auf meinen Beziehungs-Partner klar und deutlich wahr und transformiere sie. Schaue bei den Formulierungen, wie sie sich für dich anfühlen.

Das bekommst du am besten heraus, wenn du sie einige Male hintereinander (vielleicht mit geschlossenen Augen) laut aussprichst, und dazwischen Pausen lasst.


Im Endeffekt manifestieren wir etwas, was „noch nicht da ist" mit dem Gefühl, „dass es jetzt schon da ist". Das sieht erst einmal schwierig aus, weil ich das Gefühl habe, mich anzulügen.


Aus diesem Grund finde ich es sinnvoll, sich mit heiliger Geometrie, Magie und universeller Energie im Allgemeinen zu beschäftigen. Nach der Erfahrung von „Wundern" oder „unglaublichen Ereignissen", halte ich heute sehr viel mehr für möglich, als mein konditionierter Verstand mir erzählt. Ich halte es auch für möglich, dass die Zukunft im Jetzt schon vorhanden ist, da Zeit nicht linear ist.


Falls das Glaubenssystem völlig querschießt, hat mir auch schon ein Dankbarkeitsritual geholfen. Es tut gut, sich umzuschauen in der Lebenssituation und den Blick zu öffnen für die Fülle. Wenn ich dann manifestiere, kann ich mir ein „mehr von etwas, was schon da ist", wünschen. Und zwar nicht, weil es zu wenig ist, sondern weil es so wunderbar ist, dass ich gerne noch mehr davon hätte.


Das kann so aussehen:

Ich bedanke mich für das Geld, was auf meinem Konto liegt, und empfange noch mehr Geld im Überfluss.

Konzentriere dich auf das Gefühl „Dankbarkeit", bis du sie auch wirklich empfindest. So kannst du aus einem Fülle-Bewusstsein heraus manifestieren. Dankbarkeit kann auch klarmachen, dass es „Jetzt" auch schon gut oder okay ist. Hier kann ein tiefer Frieden, Freude und vielleicht auch Demut einkehren und die Dualität wird anerkannt: Wo Fülle ist, ist auch Mangel. Wo Mangel ist, ist auch Fülle.

 

Das Objekt der Manifestation

Bei dem Objekt des Wunsches, also dem, was ich haben oder sein möchte, sei so genau wie möglich, schaue aber auch, dass es mit dir schwingt.


Da ich mich viel mit Feinstofflichkeit beschäftige, zünden bei mir manchmal auch Wörter, wie: Schwingung, Frequenz, Vibration: Ich empfange die Schwingung von tiefem Frieden. Ich liebe die Vibration von Wohlstand.

Das ist natürlich sehr ungenau, ich fühle aber dabei so ein Prickeln, wenn ich es ausspreche. Manchmal muss es genau sein, manchmal ist einfacher besser. Genauigkeit kann auch stressig werden, das merkst du spätestens beim Aussprechen.

 

Es ist energetisch ein Unterschied, wenn ich sage:


Ich empfange innerhalb von zwei Wochen die Zusage für den Job, auf den ich mich beworben habe und bin sehr zufrieden.


Oder:


Ich empfange innerhalb von zwei Wochen die Zusage für den Job, auf den ich mich beworben habe. Bei diesem Job verdiene ich 2.500 € netto im Monat, habe sechzig Urlaubstage, nur nette Kollegen und werde innerhalb von einem halben Jahr befördert.


Ein Patentrezept habe ich dafür aber nicht wirklich. Ich habe mal ein Manifestationsritual gemacht für ein neues Zuhause. Ein großes Blatt Papier war voll mit Beschreibungen, wie es sein soll und eine gezeichnete Karte war auch noch dabei. Was soll ich sagen? Vier Monate später wohnte ich dort, und sogar der gezeichnete Bade-See war auch da. Leider war in der Manifestation nicht aufgeführt, dass ich mich dort auch wohlfühle und mit den Menschen, die da noch so wohnen, gut verstehe. Nach eineinhalb Jahren war der Spaß vorbei, und ich zog aus, um eine Erfahrung reicher.


Fazit: Probiere es aus, wie detailfreudig du das Objekt deiner Manifestation beschreibst und schaue, was passiert. Heute denke ich, je einfacher, desto besser. Je mehr Innenleben dabei ist, um so wirksamer.


Ich finde Terry Prattchett beschreibt es sehr gut:

„Magie bedeutet, das Sein mit Worten zu beschreiben, die es nicht ignorieren kann."


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Verteilung der Tierkreiszeichen auf die Mondphasen

Zeichen im zunehmenden Mond im abnehmenden Mond
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Krebs Januar bis Juli Juli bis Januar
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Schütze Juni bis Dezember Dezember bis Juni
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Fische September bis März März bis September

Die Sternzeichen und ihre Zugehörigkeit

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Stier Kehlkopf, Sprachorgane, Mund, Rachen, Ohren Erde X
Zwillinge Schulter, Arme, Hände, Lunge Luft X
Krebs Brust, Lunge, Magen, Leber Wasser X
Löwe Herz, Rücken, Blutkreislauf, Schlagader Feuer X
Jungfrau Verdauungsorgane, Nerven, Milz, Bauchspeicheldrüse Erde X
Waage Hüfte, Nieren, Blase Luft X
Skropion Geschlechtsorgane, Harnleiter Wasser X
Schütze Oberschenkel, Venen Feuer X
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