In den 1980er-Jahren hielt der russische Arzt Dr. F. Karach auf einem Kongress von Onkologen und Bakteriologen einen Vortrag, in welchem er das Verfahren des Ölschlürfens vorstellte und über die erstaunlichen Heilungserfolge berichtete. Übersetzungen dieses Vortrags wurden in den 1990er-Jahren in Deutschland in mehreren Zeitschriften und medizinischen Fachblättern veröffentlicht, worauf viele Leser diese Methode ausprobierten. Zahlreiche Erfahrungsberichte dieser Leute wurden gesammelt und in der Schriftenreihe Natur und Medizin der Carstens Stiftung abgedruckt. Sie sind wichtige Belege für die Heilungserfolge des Ölschlürfens. Heute gibt es einige wissenschaftliche Hinweise, die die Wirksamkeit der Ölziehkur unterstützen, insbesondere in Bezug auf die Reduzierung von Mundbakterien und Zahnfleischentzündungen. Eine 2016 und 2023 durchgeführte Studie fand heraus, dass Ölziehen mit Kokosöl die Konzentration von Bakterien im Mund ähnlich stark senken kann wie Chlorhexidin-Spülungen.
Mehr als 15 Minuten täglich und gegebenenfalls ein geringes Maß an Überwindung fordert das Ölschlürfen Ihnen nicht ab. Morgens, noch vor dem Frühstück und Zähneputzen, wird ein Tee oder Esslöffel kaltgepresstes Öl in den Mund genommen, durch die Zähne gezogen, im Mundraum hin und her bewegt und gekaut. Die anfänglich dickflüssige Konsistenz des Öls ändert sich durch den Zusatz von Speichel in eine dünnflüssige. Nach ca. 15 Minuten wird das Öl am besten in ein Taschentuch ausgespuckt. Es ist jetzt von weißer Farbe und mikroskopisch sichtbar mit biochemischen Rückständen und Mikroorganismen versetzt. Nach dem Ölschlürfen sollte der Mund mehrfach mit warmem Wasser ausgespült und anschließend gründlich die Zähne geputzt werden.
Die Berichte über die erfolgreiche Behandlung chronischer und akuter Krankheiten durch das Öl ziehen verblüffen gerade in Anbetracht der Einfachheit dieses Verfahrens. Im Wesentlichen beziehen sich die Heilungserfolge auf Entzündungen und Erkrankungen von Zahnfleisch und Zähnen, des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs sowie Erkrankungen der oberen Luftwege (Bronchitis, Husten etc.). Aber auch Beeinträchtigungen im Bewegungsapparat (Rückenschmerzen, Rheuma, Schmerzen an Gelenken etc.), Hautkrankheiten sowie Magen- und Darmprobleme lassen sich durch eine Ölziehkur vermindern oder gar aufheben. Darüber hinaus stellt sich bereits nach einiger Zeit ein positiver kosmetischer Effekt ein. Die Zähne werden nicht nur gründlich gereinigt, sondern auch sichtbar heller.
Nebenwirkungen sind bei der Ölziehkur fast gänzlich unbekannt. Es gibt Aussagen darüber, dass sich Zahnfüllungen oder Kronen lockerten bzw. sich ganz ablösten. Auch eine vorübergehende Verstärkung der Beschwerden und Krankheitssymptome ist bisweilen zu beobachten, bevor der Heilungsprozess in Gang gesetzt wird.
Letztere Symptome finden sich häufig bei Gesundheitsverfahren, die Krankheiten mittels Ausleitung von Schadstoffen und Schlacken beheben und sind als solche nicht ungewöhnlich. Auch wenn bei Ihnen keine akuten Krankheiten vorliegen. Das Ölschlürfen ist eine kostengünstige und einfache Art, den Körper auf sanfte Art und Weise von Giftstoffen zu befreien und somit eine Verbesserung des Allgemeinbefindens und eine Stärkung des Immunsystems herbeizuführen.
Und sollte Ihnen das Verfahren nicht zusagen, so brauchen Sie wenigstens keine hohen Zeit und Geldinvestitionen zu verschmerzen.
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