Edelsteintherapie

Edelsteintherapie

Schon seit jeher werden Edelsteinen geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben, sei es als Amulett, Talisman oder Fetisch. Herrscher schmückten ihre Kronen und Zepter mit den edlen Steinen, um ihre Ausstrahlung, ihre Macht und ihr Ansehen zu stärken. Bereits die Babylonier und Ägypter ordneten den zwölf Tierkreiszeichen je einen Edelstein zu, der dem Träger als Glücksbringer dienen sollte. Ebenso ist die Verwendung von Edelsteinen zu Heilzwecken uralt. Theophrast, Plinius der Ägypter und Dioskurides verfassten so genannte Steinbücher, in denen die wichtigsten Edelsteine genannt wurden, und Dioskurides vermerkte darin, welche für medizinische Zwecke zu nutzen seien. 

Edelsteintherapie

Die Heilkunde von den Edelsteinen findet sich bei fast allen alten Völkern. Den Azteken, Chinesen, Inkas, Persern, Sumerern und bei den Maya. Sie wurde eingesetzt zur Diagnose, für Rituale, zur Heilung Kranker oder zum bloßen Schutz des Trägers. Auch im Mittelalter beschäftigte die Kunde von den heilenden Steinen die Geister. Marbod, Bischof von Rennes, beschrieb in seinem in der damaligen Zeit viel beachteten Werk Lapidarius detailliert die positiven und negativen Wirkungen von sechzig Edelsteinen. Die berühmte Mystikerin Hildegard von Bingen verfasste mehrere naturheilkundliche Werke, in denen sie unter anderem von der Heilkraft der Steine berichtete. Von ihren Zeitgenossen wenig beachtet, erfreuen sich ihre Werke in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit. 

 
Heute ist man sich sicher, dass Kristalle Informationen speichern und Energie umwandeln können. Daher werden sie in Feuerzeugen, Computern, Uhren und Lasern genutzt. Zudem ist erwiesen, dass alle Körper in einem energetischen Austausch mit der Umwelt stehen. Dabei werden auch Strahlen aufgenommen, umgewandelt und wieder abgegeben. Hierzu gehören leider auch negative Einflüsse, wie z. B. Elektrosmog und erdstrahlenbedingte Störzonen. Sie können in uns Unruhe, Nervosität und Stress verursachen. Die Heilkraft der Steine indes ist eine positive Strahlung, die auf den Körper einwirkt und heilend auf die Gesundheit wirken kann. Der menschliche Körper ist sehr sensibel und kann leicht über seine Energiezentren, so genannte Chakren, beeinflusst werden. Die heutige Edelsteintherapie ist eine Zusammenstellung aus alten Überlieferungen, die zum Teil recht unkritisch übernommen wurden, und Zuordnungen zu Planeten und Chakren, aus denen bestimmte Wirkungen und Heilkräfte abgeleitet werden. Einzig zuverlässig scheinen die Beobachtungen erfahrener Heilpraktiker zu sein. 


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Das Auflegen der Edelsteine 
Die einfachste Form der Therapie ist es, die entsprechend ausgewählten Edelsteine ständig auf der Haut oder in der Hosentasche zu tragen. Effektiver ist es, die Steine gezielt an bestimmten Körperpunkten und stellen zu platzieren, an denen das jeweilige Problem auftritt. Hierbei lösen sich sowohl die seelischen Ursachen als auch die dadurch entstandenen körperlichen Beschwerden. Die positiven Energien der Steine sollen vom Träger aufgenommen und die negativen Energien des Trägers an die Steine abgegeben werden. Vor der Behandlung ist eine dreistündige Reinigung der Steine unter fließendem Wasser notwendig. Beim Herausnehmen der Steine aus dem Wasser muss darauf geachtet werden, dass auch die Hände der betreffenden Person sauber sind. Die Steine werden dann mit einem Tuch trocken poliert und in die Mittagssonne gelegt, damit sie sich mit neuer Energie aufladen können. 

 
Edelstein-Elixiere 
Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist die innerliche Einnahme von Edelstein Elixieren, die ähnlich dem Bach Blütenverfahren hergestellt werden.

Dazu werden die Steine mit Meersalz gereinigt, in ein steriles kochfestes Glas mit Wasser gelegt und ca. 10-15 Minuten bei Sonnenaufgang, zur Mittagszeit oder bei Sonnenuntergang gekocht. Anschließend von der Essenz je 7 Tropfen in reines Quellwasser geben. Bei der Sonnenmethode werden die Steine in eine mit Wasser gefüllte Glasschüssel gegeben und zur Mittagszeit in die Sonne gestellt. Wenn möglich, das Gefäß zusätzlich mit Rubinen oder Quarzen umgeben der Auflade Effekt durch die Sonne erhöht sich dadurch. Nach ca. 2 Stunden sind die Steine aktiviert, sie können herausgenommen und das Wasser in eine Flasche umgefüllt werden. Die Wirkung des Wassers kann durch Zugabe von Bach-Blüten weiter optimiert werden.  


Weniger wirksam ist Edelsteinwasser

Gereinigte Edelsteine mindestens 5 Stunden in 1 Glas Wasser legen, anschließend Steine herausnehmen und das Wasser über den Tag verteilt trinken. 

Manuelle Formen der Edelsteintherapie 

Eine Form der manuellen Edelsteintherapie ist die Massage. Bestimmte Körperbereiche werden mit den Steinen massiert. Die Kristallmassage ist einfach zu erlernen, äußerst wirkungsvoll und entspannend, es gibt Gesichts-, Hand-, Fuß- und Ganzkörpermassage. Das Einreiben mit Heilstein Salben verbindet ebenfalls die heilende Wirkung der Edelsteine mit Berührungen und Massagen. 10 Tropfen Edelstein Essenz werden mit einer Salbengrundlage (10g) von einem Teil Bienenwachs und vier bis fünf Teilen Jojobaöl vermengt. Des weiteren wirken die Edelsteine durch das Aufstellen in den Wohnräumen. Hierbei werden nur ganz bestimmte Lebensbereiche beeinflusst, ebenso kann der Heilstein unter das Kopfkissen oder rund um das Bett platziert werden. Auch durch das in den Mund nehmen eines ausgewählten Edelsteins übertragen sich die ihm innewohnenden Energien auf den Menschen. 


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Von der Einnahme von pulverisierten Mineralien muss dringend abgeraten werden, da viele Heilsteine bei tatsächlicher stofflicher Einnahme giftig sind. 

Denn bei der Heilung durch Edelsteine geht es nicht um die chemische Reaktion des Stoffes im Körper, sondern um die Übertragung seiner Informationen. Die Steinheilkunde verwendet nur Essenzen und Zubereitungen, die keine bzw. nur stark verdünnte stoffliche Anteile enthalten, und nutzt die rein äußerliche Anwendung. 


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Die Heilwirkung 
Wichtig bei der Behandlung mit Edelsteinen sind Ruhe und Konzentration. Man sollte sich viel Zeit nehmen und sich in einen ruhigen Raum zurückziehen, um in einer entspannten Atmosphäre die Schwingungen der Steine in sich aufzunehmen.


Der Edelstein aktiviert durch seine Schwingung die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers. So regt z.B. roter Jaspis den Stoffwechsel an und Bernstein hilft kleinen Kindern beim Zahnen. Die Kunst mit Edelsteinen zu Heilen beruht darauf, eine Übereinstimmung zu erzielen von spirituellen, physischen sowie psychischen Kräften im Menschen. Die Steine stellen das Gleichgewicht von Seele und Körper her, bauen negative Schwingungen in uns ab und setzen verborgene Kräfte wieder frei. 

 
Die Wahl der Steine 
Bei der Wahl der Steine gilt grundsätzlich, dass derjenige der Richtige ist, der einen spontan an-spricht. Sollten sich Zweifel ergeben, kann man sich von einer geschulten Person beraten lassen.
Oft werden nur unbehandelte, ungeschliffene Steine zur Heilung eingesetzt, weil die verschiedenen Edelstein Experten den Ansatz vertreten, dass das Schleifen den Stein in Stress versetzt. Für die verschiedenen Beschwerden haben sich bestimmte Heilsteine als hilfreich erwiesen, die hier verkürzt aufgelistet wurden. 


Die wichtigsten Edelsteine und ihre häufigsten Anwendungsbereiche 
Achat: Alpträume, Blähungen, Rückbildung der Gebärmutter, Menstruationsbeschwerden, Pilzinfektionen

Amethyst: Abszess, Akne, Durchfall, Juckreiz, Kopfschmerzen, Migräne, Prellungen, Sonnenbrand, Warzen

Aquamarin: Allergien, Blasenschwäche, Heiserkeit, Heuschnupfen, Husten, Schilddrüsenbeschwerden

Bergkristall:  Erbrechen, Fieber (senkend), Gelenkbeschwerden, Kopfschmerzen, Schilddrüsenbeschwerden

Bernstein: Diabetes, Gicht, Gliederschmerzen, Magenbeschwerden, Nervosität, Rheuma, Verstopfung
Diamant:  Arterienverkalkung, Gedächtnisschwäche, Gicht, Konzentrationsstörungen
Edelopal:  Depressionen, Husten, Lymphsystem (anregend), Kummer
Feueropal:  niedriger Blutdruck, Müdigkeit, Schwäche, Potenzstörungen, Sexualität
Lapislazuli: Bluthochdruck, Heiserkeit, Herpes, Menstruationsbeschwerden, Schilddrüsenbeschwerden

Lavendel-Jade:  Nervenbeschwerden, Nierenstärkung, Zahnschmerzen
Malachit: Erbrechen, Schmerzlinderung, Krämpfe, Leberstärkung, Menstruationsbeschwerden, Rheuma

Mondstein:  Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaft, Beschwerden in den Wechseljahren

Rauchquarz:  Fußpilz, Kopfschmerzen, Pilzinfektion, Rückenschmerzen, Sonnenstich, Stress, Verspannung

Rosenquarz:  Durchblutungsstörungen, Fruchtbarkeit (Frauen), Herzbeschwerden, Sexualität

Rubin:  niedriger Blutdruck, Fieber (treibend), Kreislaufbeschwerden, Potenzstörungen, Rückenbeschwerden

Smaragd:  Augenermüdung, Blähungen, Entzündungen, Grippe, Kopfschmerzen, Krämpfe, Schnarchen
Tigerauge:  Asthma
Türkis:  Asthma, Ohrenbeschwerden, Rheuma, Schutzbedürfnis, Sodbrennen, Übersäuerung Turmalin

(Dravit):  Cellulite, Hexenschuss, Nackenverspannung, Narben, Taubheitsgefühl, Verspannungen

Versteinertes Holz: Übergewicht, Wetterfühligkeit
Zirkon:  Krämpfe, Leberstärkung, Menstruationsbeschwerden, Schmerzen 


Träume sind mehr als nur zufällige Bilder im Schlaf. Sie sind Botschaften unseres Unterbewusstseins
von Tanja Mendler 31. März 2025
Träume können wertvolle Einblicke in unser Innerstes bieten. Sie helfen uns, emotionale Blockaden zu lösen, kreative Ideen zu entwickeln oder versteckte Sorgen ans Licht zu bringen. Wer sich mit seinen Träumen beschäftigt, kann oft tiefere Erkenntnisse über sich selbst gewinnen.
Lakshmi – Göttin des Wohlstands, Glücks und Reichtums
von Tanja Mendler 27. März 2025
Lakshmi, die hinduistische Göttin des Wohlstands und der Fülle, steht für Glück, Erfolg und spirituelle Erneuerung. Sie wird oft auf einer Lotusblüte sitzend dargestellt, umgeben von Goldmünzen und Elefanten, die für Wohlstand und göttlichen Segen stehen.
Arzt und Seher zugleich „Nostradamus“
von Tanja Mendler 20. März 2025
„Nostradamus“ 1555 erschien in Frankreich ein kleines Büchlein mit dem Titel „Les propheties de M. Michel Nostradamus". Es wurde rasch zu einem Bestseller und erregte die Aufmerksamkeit der höchsten Kreise. Die Königin von Frankreich, Katharina de Medici, las das Büchlein und forderte den Verfasser daraufhin auf, nach Paris zu kommen. Sie glaubte, dass einige Prophezeiungen die Königsfamilie betrafen, und wollte von ihm dazu Genaueres hören. In der Praxis hieß das, er sollte nachweisen, dass er kein Attentat auf den König plante. Wie schwer das war, davon konnte bereits ein italienischer Astrologe in Paris ein Liedlein singen. Er war gefoltert worden, als er den frühen Tod Heinrichs Il. vorhergesagt hatte. Der Autor dieses Büchleins war ein Landarzt in Salon in der Provence, ein gewisser Michel de Notredame, lateinisch Nostradamus. Was uns heute stark verwirrt, machte der Königin offenbar wenig aus: Die Sprache der Centurien ist fast völlig unverständlich. Nicht nur dass sie Französisch mit griechischen, lateinischen, italienischen und provencalischen Brocken vermischt, nein, der Text selbst ergibt keinen klaren Sinn. Die Sprache ist reich an Bildern, die entschlüsselt werden wollen. Doch zumindest Katharina von Medici war dazu offenbar in der Lage. „Der junge Löwe wird den alten besiegen im einzigartigen Kampf auf einem Kriegsfeld. Seine Augen, in goldenem Käfig, werden bersten. Zwei Wunden eine, zum Sterben eines grausamen Todes. (Centurie, 35. Vierzeiler) Hieraus las sie eine Bedrohung für das Leben ihres Gatten ab. Und sie sollte recht behalten. 1559 veranstaltete Heinrich II. anlässlich der Unterzeichnung eines Friedensvertrags mit Spanien und der Verlobung seiner Tochter Elisabeth mit dem spanischen König ein Turnier. Sein eigenes Wappentier war der Löwe. Und tatsächlich wurde er durch eine geborstene Lanze tödlich verwundet. Ein Lanzensplitter drang unter sein goldenes Visier und durchbohrte ein Auge. Sein von ihm selbst ausgewählter Gegner, der Hauptmann seiner Leibgarde, hatte ebenfalls als Wappentier den Löwen. Seit 1559 erlebten die Prophezeiungen von Nostradamus immer neue Deutungen. Jede Zeit entdeckte neuen verborgenen Sinn hinter dem, was er in seinen Texten vorhergesagt hatte - doch nicht selten erst im Nachhinein. Im Zweiten Weltkrieg wurden Vierzeiler von Nostradamus sogar als Propagandamittel eingesetzt: Mit Interpretationen gespickt, die die Kriegsniederlage des Empfängers verkündeten, wurden sie hinter den feindlichen Linien abgeworfen – von den Deutschen in Frankreich, von den Engländern in Deutschland. Nostradamus ist für uns nicht nur wegen seiner Prophezeiungen interessant. Er hinterließ einige Aussagen über die Kunst des Sehens, wie er sie praktizierte. Die erste Centurie beginnt mit den folgenden Vierzeilern: „Sitzend des Nachts bei geheimen Studien, allein; ruhend auf dem Sitz von Erz? Winzige Flamme, aus der Einsamkeit hervorkommend, bringt hervor, was nicht vergeblich ist zu glauben. Die Rute in der Hand, in die Mitte der Gabel gelegt, von der Welle benetzt auch den Rand und den Fuß, Angst und Stimme erzittern durch die Griffe, göttlicher Glanz, der Wahrsager nahe sich setzt." Hier klingen einige Elemente an, die wir bereits kennen: Die Verwendung von Wasser, das mit einer Rute geschlagen wird, kennen wir vom Orakel in Didyma. Der Sitz von Erz? Könnte eine Anspielung auf das Orakel in Delphi sein. Die Flamme, aus der Einsamkeit kommend, ist eine sinnvolle Metapher für die Erkenntnis, die innere Ruhe und Einsamkeit im besten Sinne voraussetzt. Wir verwenden dieses Bild, wenn wir sagen, uns geht ein Licht auf. Meist ist das nicht im hektischen Trubel des Tages der Fall, sondern wenn man sich in beschäftigt. Ruhe und ohne Störung durch andere mit einer Frage beschäftigt. Nostradamus' Erleuchtung ist für ihn eine Gabe Gottes.
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