Stimulierende Heilverfahren

Stimulierende

Heilverfahren


Stimulierende Heilverfahren basieren auf der Idee, den Körper durch gezielte Reize zur Selbstheilung zu anregen. Diese Verfahren, die sowohl physische als auch mentale Aspekte einbeziehen, zielen darauf ab, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, das Wohlbefinden zu steigern und die Regeneration zu fördern. Ob durch Akupunktur, Magnettherapie oder spezielle Massagetechniken. Stimulierende Heilverfahren setzen auf natürliche Mechanismen der Körperwahrnehmung und Aktivierung, um Gesundheit und Heilung zu unterstützen.

Stimulierende Heilverfahren

Vielen Menschen fehlen Kraft und Motivation, um ihr tägliches Leben sinnreich zu gestalten. Sie sind müde, abgeschlafft und energielos. Um irgendwie den Alltag meistern zu können, werden Koffein und Taurin haltige Getränke oder Aufputschmittel konsumiert, die einem über den Tag hinweghelfen sollen. Abends kann man sich dann nur noch vor dem Fernseher ausstrecken.


Doch auf diese Weise lässt sich die erschöpfte Energie kaum aktivieren. Sie bedarf einer gewissen Stimulation.
Die Ansatzpunkte möglicher Stimulationstherapien sind äußerst vielfältig und haben unterschiedliche Grundlagen. Viele basieren auf der fernöstlichen Idee einer den Körper durchströmenden Lebensenergie. Ob diese nun wie in China als Qi, in Indien als Prana oder in Japan als Ki bezeichnet wird sie alle beschreiben dasselbe. Eine Energie, die den Körper auf Energiebahnen, den so genannten Meridianen, durchfließt und durch welche alle Funktionen des Körpers und des Geistes gesteuert werden. Über diese Energie bestehen zudem Wechselbeziehungen zwischen allen Organen und Systemen des menschlichen Körpers.


Die Energie im Fluss zu halten ist daher in den medizinischen Traditionen des Fernen Ostens vorherrschendes Ziel, denn Störungen und Blockaden im Energiefluss verursachen Krankheiten. In der traditionellen chinesischen Medizin sind etwa die Akupunktur oder die verschiedenen Formen der Heilgymnastik solche Möglichkeiten zur Anregung des Qi. Auch in der westlichen Welt wird diese Theorie immer häufiger aufgegriffen. Man hat sich das System von Energiebahnen und Fluss zu Eigen gemacht und neue, moderne und durch die Schulmedizin anerkannte Verfahren zur Stimulation des Energieflusses entwickelt. Die Lasertherapie, die Elektroakupunktur, die transkutane Nervenstimulation und die Fußreflexzonenmassage sind nur eine Auswahl dieser Praktiken. Sie alle versuchen, durch die Stimulation bestimmter Körperregionen mithilfe von Reizstrom, einem Softlaser oder Druck den menschlichen Organismus zu aktivieren und anzuregen. 

 
Die Anwendung solcher Methoden in der westlichen Medizin ist noch relativ neu. Dagegen werden Verfahrensweisen, die mehr in der europäischen Tradition verankert sind und den Menschen und vor allem seine Widerstandskräfte stärken, bereits seit Jahrtausenden praktiziert. Zu ihnen zählen die Therapien mit Kälte und Wärme, Luft und Licht oder dem Klima. Die Arbeit mit solchen Faktoren ist seit der griechischen Antike durch den Arzt Hippokrates von Kos (um 460 v. Chr.) überliefert und seit dieser Zeit werden die unterschiedlichen Therapien fast durchgängig praktiziert. Ihre Wirkungen sind zwar recht verschieden, immer stärken sie aber das Immunsystem und stimulieren die Abwehrmechanismen des Körpers. Auf diese Weise lassen sich sehr eindrucksvoll unterschiedliche Krankheiten heilen. 

 
Die Klimatherapie ist nur ein Beispiel für die Vielfalt der Heilmöglichkeiten, denn je nach gewähltem Therapieort lassen sich Hautkrankheiten ebenso beheben wie etwa Lungenkrankheiten, Herz-Kreislauf-Störungen, Bluthochdruck oder Rheuma.


Ein drittes, häufig vernachlässigtes Gebiet stimulierender Heilmethoden ist die Belebung des Geistes und der Seele, wodurch wiederum Heilerfolge bei unterschiedlichen Krankheiten erzielt werden können. Hilfsmittel sind hier vor allem Duftstoffe, Farben und Edelsteine. Auf diese Weise können Geist und Körper angeregt oder entspannt, beruhigt oder gestärkt werden. Die Mittel werden entweder einzeln, wie bei Aroma-, Edelstein- und der Farbtherapie, oder kombiniert, wie in der Aura-Soma-Therapie, eingesetzt. Primär wird bei diesen Therapien die Seele des Menschen stimuliert. Die heilsame Wirkung geht dann vor allem mit dem allgemeinen Wohlbefinden des Anwenders einher.


So vielschichtig die Methoden auch sein mögen, ihr gemeinsames Ziel ist die Stimulierung und Aktivierung des Menschen. Ihnen allen liegt dabei ein ganzheitliches Konzept zugrunde, das den Menschen als Einheit von Körper und Seele begreift. Bei der Heilung des Körpers muss demnach auch der Geist berücksichtigt werden und umgekehrt. Und unabhängig vom Ausgangspunkt der jeweiligen stimulierenden Heilmethode, ob sie zunächst den Körper oder zuerst die Seele stimuliert eine Stärkung des anderen Teils ist immer inbegriffen.


Auf diese Weise sind die stimulierenden Heilmethoden eine wirkungsvolle Möglichkeit, die Gegebenheiten und den Stress des Alltags freudig zu bewältigen und dabei seine Energien nicht zu erschöpfen. 



Träume sind mehr als nur zufällige Bilder im Schlaf. Sie sind Botschaften unseres Unterbewusstseins
von Tanja Mendler 31. März 2025
Träume können wertvolle Einblicke in unser Innerstes bieten. Sie helfen uns, emotionale Blockaden zu lösen, kreative Ideen zu entwickeln oder versteckte Sorgen ans Licht zu bringen. Wer sich mit seinen Träumen beschäftigt, kann oft tiefere Erkenntnisse über sich selbst gewinnen.
Lakshmi – Göttin des Wohlstands, Glücks und Reichtums
von Tanja Mendler 27. März 2025
Lakshmi, die hinduistische Göttin des Wohlstands und der Fülle, steht für Glück, Erfolg und spirituelle Erneuerung. Sie wird oft auf einer Lotusblüte sitzend dargestellt, umgeben von Goldmünzen und Elefanten, die für Wohlstand und göttlichen Segen stehen.
Arzt und Seher zugleich „Nostradamus“
von Tanja Mendler 20. März 2025
„Nostradamus“ 1555 erschien in Frankreich ein kleines Büchlein mit dem Titel „Les propheties de M. Michel Nostradamus". Es wurde rasch zu einem Bestseller und erregte die Aufmerksamkeit der höchsten Kreise. Die Königin von Frankreich, Katharina de Medici, las das Büchlein und forderte den Verfasser daraufhin auf, nach Paris zu kommen. Sie glaubte, dass einige Prophezeiungen die Königsfamilie betrafen, und wollte von ihm dazu Genaueres hören. In der Praxis hieß das, er sollte nachweisen, dass er kein Attentat auf den König plante. Wie schwer das war, davon konnte bereits ein italienischer Astrologe in Paris ein Liedlein singen. Er war gefoltert worden, als er den frühen Tod Heinrichs Il. vorhergesagt hatte. Der Autor dieses Büchleins war ein Landarzt in Salon in der Provence, ein gewisser Michel de Notredame, lateinisch Nostradamus. Was uns heute stark verwirrt, machte der Königin offenbar wenig aus: Die Sprache der Centurien ist fast völlig unverständlich. Nicht nur dass sie Französisch mit griechischen, lateinischen, italienischen und provencalischen Brocken vermischt, nein, der Text selbst ergibt keinen klaren Sinn. Die Sprache ist reich an Bildern, die entschlüsselt werden wollen. Doch zumindest Katharina von Medici war dazu offenbar in der Lage. „Der junge Löwe wird den alten besiegen im einzigartigen Kampf auf einem Kriegsfeld. Seine Augen, in goldenem Käfig, werden bersten. Zwei Wunden eine, zum Sterben eines grausamen Todes. (Centurie, 35. Vierzeiler) Hieraus las sie eine Bedrohung für das Leben ihres Gatten ab. Und sie sollte recht behalten. 1559 veranstaltete Heinrich II. anlässlich der Unterzeichnung eines Friedensvertrags mit Spanien und der Verlobung seiner Tochter Elisabeth mit dem spanischen König ein Turnier. Sein eigenes Wappentier war der Löwe. Und tatsächlich wurde er durch eine geborstene Lanze tödlich verwundet. Ein Lanzensplitter drang unter sein goldenes Visier und durchbohrte ein Auge. Sein von ihm selbst ausgewählter Gegner, der Hauptmann seiner Leibgarde, hatte ebenfalls als Wappentier den Löwen. Seit 1559 erlebten die Prophezeiungen von Nostradamus immer neue Deutungen. Jede Zeit entdeckte neuen verborgenen Sinn hinter dem, was er in seinen Texten vorhergesagt hatte - doch nicht selten erst im Nachhinein. Im Zweiten Weltkrieg wurden Vierzeiler von Nostradamus sogar als Propagandamittel eingesetzt: Mit Interpretationen gespickt, die die Kriegsniederlage des Empfängers verkündeten, wurden sie hinter den feindlichen Linien abgeworfen – von den Deutschen in Frankreich, von den Engländern in Deutschland. Nostradamus ist für uns nicht nur wegen seiner Prophezeiungen interessant. Er hinterließ einige Aussagen über die Kunst des Sehens, wie er sie praktizierte. Die erste Centurie beginnt mit den folgenden Vierzeilern: „Sitzend des Nachts bei geheimen Studien, allein; ruhend auf dem Sitz von Erz? Winzige Flamme, aus der Einsamkeit hervorkommend, bringt hervor, was nicht vergeblich ist zu glauben. Die Rute in der Hand, in die Mitte der Gabel gelegt, von der Welle benetzt auch den Rand und den Fuß, Angst und Stimme erzittern durch die Griffe, göttlicher Glanz, der Wahrsager nahe sich setzt." Hier klingen einige Elemente an, die wir bereits kennen: Die Verwendung von Wasser, das mit einer Rute geschlagen wird, kennen wir vom Orakel in Didyma. Der Sitz von Erz? Könnte eine Anspielung auf das Orakel in Delphi sein. Die Flamme, aus der Einsamkeit kommend, ist eine sinnvolle Metapher für die Erkenntnis, die innere Ruhe und Einsamkeit im besten Sinne voraussetzt. Wir verwenden dieses Bild, wenn wir sagen, uns geht ein Licht auf. Meist ist das nicht im hektischen Trubel des Tages der Fall, sondern wenn man sich in beschäftigt. Ruhe und ohne Störung durch andere mit einer Frage beschäftigt. Nostradamus' Erleuchtung ist für ihn eine Gabe Gottes.
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