Erdstrahlen
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Die Entwicklung unseres Lebens, des Fortschritts, der Erfindungen - sie rast an uns vorbei wie in einem Zeitrafferfilm. Was früher Jahrmillionen und später Jahrtausende gedauert hat, hat sich in der Neuzeit in Jahrzehnten entwickelt.
Blicken wir zurück zur Wende des 20. Jahrhunderts. Was ist in dem relativ kurzen Zeitraum, einem Abschnitt, der gerade ein Leben erfüllt, alles geschehen? Welche Entwicklungsstufen hat alleine unsere Technik durchgemacht? Was alles hat sich in dieser Zeit an unserer Lebensweise geändert?
Kann das Individuum Mensch dies von seiner Fähigkeit, sich zu assimilieren, anzupassen, umzustellen, überhaupt verkraften? Fast möchte man sagen, nein!
Um die Jahrhundertwende hat sich gerade die Elektrizität eingeführt. Sie war dabei, ihren Einzug auch im privaten Bereich zu halten. Mit ihr wurde der gewohnte Rhythmus des Tagesablaufes geändert. Bislang bestimmte das Licht, die Sonne, den Ablauf. Das Aufstehen, die Arbeit und das Schlafengehen. Die Natur bestimmte die Lebensgewohnheiten des Menschen, und diese waren zwangsläufig naturverbunden.
Die Elektrizität brachte den großen Knick. Man konnte von nun an Arbeiten verrichten, die früher nur bei Tageslicht zu erledigen waren. Man konnte die Nacht, die bislang zum Aufbau neuer Kräfte da war, buchstäblich zum Tage machen.
Mit der Elektrizität kam die Maschine, mit der Maschine das Fließband und mit dem Fließband die Schichtarbeit. Mit der Schichtarbeit aber war ein Eingriff in den natürlichen Rhythmus des Menschen vollzogen, der Tausenden die Gesundheit und das Leben gekostet hat und noch kosten wird.
Die Pferdekutsche wurde von der Eisenbahn und vom Automobil abgelöst. Bald werden wir das Haustier Pferd nur noch in den zoologischen Gärten bewundern können. Mit dem Fortschritt kam das Eilen, Jagen und Hetzen, die Jagd nach Position und Geld, nach Ansehen, nach Privilegien des gehobenen Standards. Jeder sollte sehen, was man schon geschafft hat und das in wenigen Jahren. Das Aushängeschild dafür ist in den letzten Jahrzehnten die Privatkarosse, das Auto, geworden. Wir sehen fern über Satelliten, die im Weltraum schweben. Wir fahren zum Mond, wir erforschen den Mars und Jupiter, und wir haben Waffen, mit denen wir die ganze Menschheit auf einen Schlag vernichten können. Nur die Vernunft kann uns davor bewahren.
Doch wer gibt uns die Gewissheit, dass diejenigen, die die Welt regieren, immer vernünftig bleiben? Wie viele hat es im Laufe der Weltgeschichte gegeben, denen man die Vernunft absprechen musste? War der Wille Gottes: "Macht Euch die Erde untertan" schon der Anfang vom Ende? Fast möchte man glauben, dass dieses Ende in die Hände der Spezies Mensch gelegt wurde.
Je schnelllebiger die Zeit, um so mehr Anpassung wird von uns Menschen verlangt. Doch nicht nur wir Menschen werden in dieser Hinsicht gefordert, sondern auch die Tierwelt und nicht zuletzt das Reich der Pflanzen, die Natur. Wer die Gabe des Anpassens nicht oder nicht ausreichend hat, der geht zugrunde. Wie viele Tier- und Pflanzenarten gibt es heute schon nicht mehr, die unsere Eltern und Großeltern noch kannten? Der Klatschmohn, die Kornblumen - sie wiegten noch zu meiner Kindheit weithin leuchtend ihre Blüten im Getreidefeld. Auch sie sind bald ausgestorben. Sie konnten sich nicht des Giftes erwehren, das jährlich tonnenweise der Mutter Erde zugeführt wird. Sie schafften es nicht, immun zu werden.
Wie sieht es mit uns Menschen aus? Haben wir den großen Umbruch gemeistert? Haben wir uns dem Alltag angepasst? Schaffen wir es, all das zu verkraften, was der sogenannte Fortschritt von uns fordert? Ich glaube nein! Zumindest bewegen sich unsere Zivilisationskrankheiten ständig in einer steilen Aufwärtskurve und stündlich verlangt die "fortschrittliche" Lebensweise ihren Tribut. Es sterben Menschen, die bei einer anderen und gesünderen Lebensweise noch Jahrzehnte hätten leben können.
Um so mehr liegt es an uns, dass wir das, was wir als falsch erkannt haben, abstellen und unsere Lebensweise auf das Unabwendbare einstellen. Einmal als schädlich erkannte Einwirkungen abstellen, eindämmen, verhindern, das ist das Gebot der Stunde.
Das beginnt bei unserer Ernährung und endet bei der Art zu leben. Das Gesunde erspüren, Gefahren erkennen und ausweichen, das bringt uns ein längeres Leben, welches wir auch mit Freude genießen könnten.
Zu allem gehört Gefühl und Instinkt. Diese Eigenschaften sind uns von der Natur in die Wiege gelegt worden und in unseren Genen verankert. Leider sind sie zum großen Teil durch den"Fortschritt" und Technik verloren gegangen. Der Instinkt muss gepflegt und geschult werden, nur dann kann man sich von ihm leiten lassen, wie das unsere Urahnen noch taten. Sie erkannten instinktiv die Gefahr, die sichtbare und unsichtbare. Sie stellten sich ihr oder wichen ihr aus, je nachdem wie es die Situation erforderte.
Zu diesen Gefahren zählten auch die Erdstrahlen. Diesen ausgesetzt, fühlte man sich nicht wohl und wich aus. Der Instinkt, das Gefühl sagte den Menschen, wo sie sich in Ruhe niederlassen konnten, wo ein guter Platz war.
Es gibt heute noch Menschen, die ein solch ausgeprägtes Gefühl haben und spüren, wo sie sich nicht aufhalten sollten. "Hier fühle ich mich nicht wohl", hört man sie sagen, und sie verlassen den Platz. Oft genügen einige Zentimeter, um aus der Gefahrenzone zu sein.
Dieses Gefühl aber ist bei den meisten Menschen im Laufe der Jahrtausende so degeneriert, dass man heute schon von einer Gefühllosigkeit sprechen muss. Wohl dem, der es noch hat! Er ist von Gott begnadet. Das sollte sich mancher Partner vor Augen halten, wenn sein Lebensgefährte über Wahrnehmungen klagt, die er gefühlsmäßig registriert. Er sollte viel mehr Nutznießer dieser Feinfühligkeit sein und ihr folgen, anstatt seine Ehehälfte als zu sensibel und knatschig zu bezeichnen.
Es ist inzwischen längst erwiesen - und zwar spätestens, als man durch physikalische Messmethoden den Nachweis führen konnte - dass wir ständigen Strahlungen ausgesetzt sind. Strahlungen, die aus dem All kommen, und Strahlungen, die uns entgegengesetzt aus der Erde erreichen. Beide brauchen wir als Energiespender, nur kommt es dabei auf die Dosis an. Wie alles im Leben ist jedes Zuviel schädlich, so auch bei Strahlen.
Alle Arten von Strahlen, die uns aus der Erde erreichen, nennt der Volksmund "Erdstrahlen". Darunter versteht man eigentlich in der Hauptsache solche Strahlen, die dem menschlichen Organismus schaden. Und in der Tat, die meisten Strahlungsarten, die aus der Erde kommen, sind ionisierende Strahlen. Ionisierende Strahlen aber - und das weiß die Wissenschaft schon seit Jahrzehnten - sind krankheitserregende Strahlen.
Der globale Begriff "Erdstrahlen" birgt Strahlungsarten in sich, die verschiedene Ursachen haben können. Die wohl bekanntesten davon dürften die Strahlen sein, die von Wasseradern herrühren. Regen und Schmelzwasser versickern in der Erde und suchen sich ihren Weg. Die Beschaffenheit des Erdinnern - Lehm, Kies, Fels - bestimmt den Verlauf der unterirdischen Wasserader.
Ähnlich wie bei den Wasserläufen über Tage stoßen zur Hauptader Nebenadern, und aus dem unterirdischen Rinnsal wird ein Bach. Lehmschichten, Gestein oder Felsbrocken stellen sich ihm in den Weg. Doch das Wasser sucht sich sein Durchkommen und schafft sich sein Bett. Engpässe treten auf, wo sich das Wasser staut und mit Druck hindurch drängt. Es entsteht eine Reibung und mit dieser eine Energie, die nach oben abstrahlt. Dabei bestimmen Fließgeschwindigkeit und Menge des Wassers die Intensität. Ist diese zu hoch, so wirkt sie schädlich auf den menschlichen Organismus. Auf dieses Problem werden wir im Laufe meiner Abhandlungen noch näher zu sprechen kommen.
Eine weitere Störungsart, die wir unter dem Begriff Erdstrahlen einordnen können, sind die der "Erdverwerfungen". Gesteinsschichten, in Jahrmillionen gebildet, werden durch Erschütterungen, wie z. B. die Auswirkungen eines Erdbebens, gebrochen und nach oben oder unten verschoben.
Die Erde ist ja keine tote Materie, sondern sie ist seit Urbeginn ständig in Bewegung. Wir wissen, dass sich unsere riesigen Kontinente Amerika, Afrika, Asien in einem gewaltigen Trift ständig von West nach Ost verschieben. Das hängt mit der Umdrehung der Erde zusammen. Dieses Verschieben und ineinander Verkeilen erzeugt Spannungen, die nach einer Entspannung suchen. Die Erde beginnt zu beben, und die durch ein solches Beben entstehenden Wellen pflanzen sich fort und werden auch noch von den entfernt liegenden Seismographen registriert. In solchen Fällen kann es auch in sehr weitab gelegenen Regionen zu Erdverwerfungen kommen.
An den Bruchstellen von Verwerfungen wird ebenfalls Energie abgestrahlt. Kein Mensch weiß warum. Doch Rutengänger orten solche Ausstrahlungen und das nicht erst seit gestern.
Doch damit sind die Arten der Störungen, die aus der Erde kommen, noch nicht erschöpft. Die Ansammlung von Erdgas oder Erdöl sendet ebenfalls Strahlen aus. Von Erz durchwirktes Gestein oder Felsen strahlen Energie nach oben ab. Diese Energie sucht sich ihren Weg in Form von Mikrowellen und ergießt sich in unsere Atmosphäre, um sich mit den Strahlen aus dem All zu vermengen.
Während die Strahlen aus dem All durch unsere Stratosphäre und Atmosphäre gefiltert und erst dadurch für uns Menschen verträglich werden, ist ein Filtrat der Erdstrahlen nicht gegeben.
Sie haben die Eigenart, durch sämtliche Materie ungehindert hin durchzudringen. Ganz gleich, ob es sich dabei um Erdmassen, Gestein, Beton, Holz, Kunststoffe usw. handelt. Die Strahlen der Erde durchdringen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Sie können unmittelbar über der Erde ebenso festgestellt werden, wie auch im obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers. Das Seltsame dabei ist, dass sich ihre Intensität dabei nicht vermindert. Und noch eine Eigenart haben Erdstrahlen: Ihr Verlauf ist stets senkrecht nach oben, ohne Abweichung nach rechts oder links, und wenn Sie an einer Stelle im Erdgeschoß Störungen feststellen, dann können Sie diese auch nach oben projektieren. Auf den Zentimeter genau können Sie in den Stockwerken darüber die gleiche Art, die gleiche Intensität messen.
Weitere Informationen zu den Auswirkungen von Erdstrahlen folgen in Teil 3.